Raketen Icon Startende Rakete Icon

Komet 10P/Tempel 2

Der Komet 10P/Tempel 2 ist aktuell wieder mit einigermaßen guter Helligkeit für Ferngläser oder Teleskope in Abendsichtbarkeit. Im Augenblick ist er der hellste Komet am Himmel.

Er erreicht am 2. und 3. August zuerst den sonnennächsten und dann den erdnächsten Bahnpunkt. Gerade läuft er in der Winterekliptik durch das östliche Sternbild Steinbock (dadurch steht er rel. niedrig am Horizont!). In diesen Tagen dürfte er die max. Helligkeit erreichen (Flächenhelligkeit ca. 8 Magnituden).

Danach entfernt er sich wieder von Erde und Sonne, so dass sein Schweif langsam kleiner wird und seine Helligkeit schwindet, dabei wandert er weiter Richtung der Sternbilder „Südlicher Fisch“, „Walfisch“ (Cetus) und Stier.

Bild: Copyright Bernd Gährken (VSW)

Meteorschauer Perseiden

Vom 12. Juli bis 19. August 2026 ist einer der beliebtesten und zuverlässigsten Meteorströme sichtbar: Die Perseiden. Der Ausstrahlungspunkt liegt einige Grad nördlich des Sternbild Perseus, nahe der Grenze zur Kassiopeia. Es steht zu Beginn der Nacht in nord-nord-östlicher Richtung noch tief am Horizont.

Das Maximum der Perseiden wird in der Nacht vom 12. auf den 13. August – direkt nach der Sonnenfinsternis, erwartet, wo stündlich bis zu 100 Meteore fallen können. Da aber die Lichtverschmutzung bei der Sichtbarkeit der Meteore eine große Rolle spielt, sieht man deutlich weniger, also eher 10 pro Stunde. Dazu kommt, dass die max. Fallraten erst in den frühen Morgenstunden erreicht werden. Beobachtbar ist der Perseus die ganze Nacht von 21 h abends bis 6 h morgens. Es sind auch oft rel. helle Objekte dabei. Die Geschwindigkeiten, mit denen sich die Meteore bewegen sind hoch, ca. 59 km/sek.

Die Perseiden bestehen aus den Auflösungsprodukten des Kometen 109P/Swift-Tuttle. Die Erde kreuzt auf ihrer Bahn immer um den 12. August die Staubspur, die dieser Komet im All hinterlassen hat.

Partielle Sonnenfinsternis am 12. August 2026 hier in München

Astronomisches „Highlight“ 2026 kurz vor Sonnenuntergang

24.07.2026

Am Mittwoch, 12. August 2026 zwischen 19:23 Uhr bis zum Sonnenuntergang um 20:32 Uhr ereignet sich eine Sonnenfinsternis, die von München aus sichtbar ist – allerdings bitte nur mit speziellem Schutzfiltern, um die Augen vor Schäden zu bewahren. Das Maximum der Verfinsterung wird kurz vor Sonnenuntergang um 20:16 Uhr erreicht.

Sonnenfinsternisbrillen können Sie bei uns in kleinen Mengen für 6,- € pro Stück erwerben.

Veranstaltung Ausgebucht: Die Volkssternwarte bietet eine Sonderveranstaltung mit Beginn um 18:00 Uhr, bei klarem Himmel oder Wolkenlücken mit Live-Beobachtungen. Bei schlechtem Wetter mit Live-Streams aus Grönland, Island und Spanien mit Rahmenprogramm.

Venus wunderschöner „Abendstern“

Gute Sichtbarkeit der Venus ab Sonnenuntergang

Akuell steht Venus im Löwen, wandert aber noch weiter bis zur Jungfrau (bis September 2026). Am 15. August erreicht Sie dann den größten Winkelabstand zur Sonne. Man nennt das auch die größte östliche Elongation. Im Augenblick ist etwa Halb-Venus. Einen Tag danach hat die Venus ein Rendezvous mitdem Mond. Einen guten Monat später erstrahlt Venus dann am 19. September im „größten Glanz“. Jetzt erreicht Venus Ihre maximale Helligkeit am Himmel und ihre Gestalt hat sich jetzt im Teleskop zu einer schmalen, aber großen Sichel gewandelt, da sie der Erde jetzt schon sehr nahe gekommen ist. Jedoch geht sie flach kurz nach der Sonne unter und ist dann nur noch für kurze Zeit am Abendhimmel sichtbar.

Die Abendsichtbarkeit endet dann kurz vor dem 24. Oktober, wenn Sie Venus in untere Konjuktionstellung zur Sonne geht, d.h. sie bewegt sich am 24. Oktober zwischen Erde und Sonne hindurch. Von der Erde aus gesehen bewegt sie sich unter der Sonne hindurch.

Damit wechelt Sie zum Ende des Jahres wiederum die Seiten und wird dann vom Abend- zum Morgenstern und kann ab dem 10. November am Morgenhimmel aufgefunden werden und erstahlt schon am 29. November am Morgenhimmel im „größten Glanz“. Ihre Phasengestalt ist dann zu Beginn wieder die Sichel. Während sie der Erde um die Sonne voraus eilt, entfernt sie sich weiter und wird jetzt langsam immer „voller“ und kleiner.

Titelfoto: Venus bei den Plejaden 2020, (c) Bernd Gaehrken