Venus wunderschöner „Abendstern“

Ab jetzt nur noch kurz am Abendhimmel

Akuell steht Venus in der Jungfrau in der Nähe des Sterns „Spica“. Zu finden ist sie am Abendhimmel kaum mehr, da sie bereits tief am Horizont steht und mit der Sonne gegen 19:00 Uhr untergeht.

Sie erstrahlte am 19. September im „größten Glanz“. An dem Tag erreichte Venus Ihre maximale Helligkeit. Erst beim Blick durch ein Teleskop offen bart sie ihre Gestalt, denn sie hat nun die Gestalt einer Sichel. Ab jetzt ist sie nur noch für kurze Zeit am Abendhimmel sichtbar.

Die Abendsichtbarkeit endet dann kurz vor dem 24. Oktober, wenn die Venus in untere Konjuktionstellung zur Sonne geht, d.h. sie bewegt sich am 24. Oktober zwischen Erde und Sonne hindurch. Von der Erde aus gesehen läuft sie unter der Sonne durch. Da sich Venus näher an der Sonne befindet, ist ihre Bahngeschwindigkeit höher als die der Erde, daher überholt Sie uns an dem Datum. Damit wechelt Sie zum Ende des Jahres wiederum die Seiten und wird dann vom Abend- zum Morgenstern und kann ab dem 10. November am Morgenhimmel aufgefunden werden und erstrahlt schon am 29. November am Morgenhimmel im „größten Glanz“. Ihre Phasengestalt ist dann zu Beginn wieder die Sichel. Während sie der Erde um die Sonne voraus eilt, entfernt sie sich weiter und wird jetzt langsam immer „voller“ und kleiner.

Titelfoto: Venus bei den Plejaden 2020, (c) Bernd Gaehrken (VSW)