Venus wunderschöner „Abendstern“
Venus dominiert nun die ersten Stunden ab dem Sonnenuntergang
Anfang Januar 2026 wechselte die Venus die Seiten der Sonne vom „Morgenstern“ zum „Abendstern“. Am Fr., 24.04. stand die Venus direkt unterhalb der Plejaden. Sie steht akuell noch im Stier und wandert weiter durch die Zwillinge, den Krebs, den Löwen bis zu Jungfrau. Ab Mitte September 2026 steht die Venus dann schon unter der bereits sehr flach liegenden Ekliptik und kann kaum noch gesehen werden.
Die Venus ist auf ihrer Bahn um die Sonne deutlich schneller, als die Erde und entfernt sich – von der Erde aus gesehen – so die nächsten Monate immer weiter östlich von der Sonne. Dabei verändert Sie Ihre Gestalt von einer fast runden Kugel zu Halbvenuns, bis hin zur schmalen Sichel. Am 15. August erreicht Sie dann den größten Winkelabstand zur Sonne (von der Erde aus gesehen). Man nennt das auch die größte östliche Elongation. Einen guten Monat später erstrahlt Venus dann am 19. September im „größten Glanz“ (jedoch geht sie flach kurz nach der Sonne unter und ist dann nur noch für kurze Zeit am Abendhimmel sichtbar. Die Abendsichtbarkeit endet dann kurz vor dem 24. Oktober, wenn Sie Venus in untere Konjuktion zur Sonne geht. D.h. sie gleitet am 24. Oktober zwischen Erde und Sonne hindurch. Von der Erde aus gesehen ist es unter der Sonne durch.
Damit wechelt Sie zum Ende des Jahres wiederum die Seiten und wird dann vom Abend- zum Morgenstern und erstahlt schon am 29. November am Morgenhimmel im „größten Glanz“. Ihre Phasengestalt ist dann zu Beginn wieder die Sichel.
Titelfoto: Venus bei den Plejaden 2020, (c) Bernd Gaehrken
