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Himmlische Rendezvous am 19.05., 09.06. und 17.06.2026

Mond zwischen Venus und Jupiter und Merkur kommt später dazu
Am 19.05. steht die junge Mondsichel zwischen den beiden Planeten Venus und Jupiter.
Das Schauspiel wiederholt sich ähnlich beim nächsten Mondzyklus am 17.06., jedoch haben Venus und Jupiter dann die Plätze getauscht und der Mond ist sehr nahe bei Venus. Jupiter steht aber dann schon relativ nah an der Sonne, sodass er nicht mehr zu gut zu sehen sein wird.

In den Tagen vom 08.06. bis 10.06. zieht dann die Venus an Jupiter vorbei. Dabei gesellt sich Merkur ab dem 01.06. (südwestlich von den beiden) dazu und kommt in die kurze Abendsichtbarkeit, etwa bis 10.06. Danach wird es schwierig ihn am Abendhimmel zu finden, da er dann immer tiefer am Horizont steht.

Bild: Stellarium

Astronomietag 2026

Am 28. März war bundesweiter Astronomietag, und die Volkssternwarte München war wieder mit von der Partie.

Es kamen fast 600 Besucher. Zu Beginn der Veranstaltgung war das Wetter noch gut so, dass wir Mond und Jupiter zeigen konnten. Ab 20:00 Uhr wurden die Wolken dann so dicht, dass eine Beobachtung unmöglich wurde.

Wir führten in Gruppen mit ca. 20-25 Besuchern durch die Sternwarte. Die Warteschlangen wurden diesmal nicht so lange wie bei der Langen Nacht der Münchner Museen, was gut war. Die Sturmtruppen und Darth Vader wussten die Wartezeiten zu verkürzen.

Die Stimmung unter den Besuchern während den Führungen war immer sehr positiv.

In unserem Bistro wurde für das leibliche Wohl gesorgt, was unsere Besucher gerne annahmen.

Es war Darth Vader, eine Officerin, eine Imperiale Wache, Sturmtruppler und ein Jawa vor Ort. (www.501st.de)

Venus wunderschöner „Abendstern“

Venus dominiert nun die ersten Stunden ab dem Sonnenuntergang

Anfang Januar 2026 wechselte die Venus die Seiten der Sonne vom „Morgenstern“ zum „Abendstern“. Am Fr., 24.04. stand die Venus direkt unterhalb der Plejaden. Sie steht akuell noch im Stier und wandert weiter durch die Zwillinge, den Krebs, den Löwen bis zu Jungfrau. Ab Mitte September 2026 steht die Venus dann schon unter der bereits sehr flach liegenden Ekliptik und kann kaum noch gesehen werden.

Die Venus ist auf ihrer Bahn um die Sonne deutlich schneller, als die Erde und entfernt sich – von der Erde aus gesehen – so die nächsten Monate immer weiter östlich von der Sonne. Dabei verändert Sie Ihre Gestalt von einer fast runden Kugel zu Halbvenuns, bis hin zur schmalen Sichel. Am 15. August erreicht Sie dann den größten Winkelabstand zur Sonne (von der Erde aus gesehen). Man nennt das auch die größte östliche Elongation. Einen guten Monat später erstrahlt Venus dann am 19. September im „größten Glanz“ (jedoch geht sie flach kurz nach der Sonne unter und ist dann nur noch für kurze Zeit am Abendhimmel sichtbar. Die Abendsichtbarkeit endet dann kurz vor dem 24. Oktober, wenn Sie Venus in untere Konjuktion zur Sonne geht. D.h. sie gleitet am 24. Oktober zwischen Erde und Sonne hindurch. Von der Erde aus gesehen ist es unter der Sonne durch.

Damit wechelt Sie zum Ende des Jahres wiederum die Seiten und wird dann vom Abend- zum Morgenstern und erstahlt schon am 29. November am Morgenhimmel im „größten Glanz“. Ihre Phasengestalt ist dann zu Beginn wieder die Sichel.

Titelfoto: Venus bei den Plejaden 2020, (c) Bernd Gaehrken