Freitag, 27. Februar 2026 · 20:00 · Vortrag

Von Gaswolken und Filamenten zu Sternen und Planeten

Von Gaswolken und Filamenten zu Sternen und Planeten

Vortrag von Dr. Stefan Heigl (LMU)

Freitag, 27. Februar 2026, 20:00 Uhr
Volkssternwarte München, Gisela-Stein-Str. Ecke Ludwig-Jung-Bogen, 81671 München

Das interstellare Medium – die Materie zwischen den Sternen unserer Galaxie – unterliegt einem kontinuierlichen Wandel. Diffuses, heißes atomares Gas kühlt ab und kondensiert zu dichteren Regionen aus molekularem Gas und Staub, den sogenannten Molekülwolken. Unter dem Einfluss von Gravitation, Turbulenz und externen Störungen können Teile dieser Wolken kollabieren und sich weiter verdichten. Erreicht das Gas in bestimmten Bereichen eine hinreichend hohe Dichte, setzt die Sternentstehung ein. Dabei bildet sich um den jungen Stern eine Scheibe, aus der sich später Planetensysteme entwickeln können. Im Verlauf des Sternenlebens wird das Material durch stellare Winde, Strahlung und schließlich durch Supernova-Explosionen wieder an das umgebende Medium zurückgegeben, wodurch der Kreislauf erneut beginnt.

Sternentstehung ist somit kein isolierter Prozess, sondern wird maßgeblich durch ihre Umgebung beeinflusst. Beobachtungen zeigen, dass Sterne bevorzugt in langgestreckten Strukturen aus dichtem Gas entstehen, den sogenannten Filamenten. Darüber hinaus liefern jüngste Beobachtungen Hinweise darauf, dass junge Protosterne Masse direkt aus ihrer filamentaren Umgebung akkretieren. Dies wirft die Frage auf, in welchem Maß diese Akkretion den Kollaps des Gases beeinflusst. Könnte die großräumige Umgebung sogar eine entscheidende Rolle bei der Entstehung von Planetensystemen spielen?

Bei gutem Wetter nach dem Vortrag gehen wir hoch auf die Plattform zur Beobachtung an den Teleskopen!

Bild: NSF/NRAO/S. Dagnello

 

Ticketbuchung

Voranmeldung / Ticketbuchung vorab erforderlich.
Aufgrund der begrenzten Platzzahl empfehlen wir frühzeitige Buchung.

Eintritt: 10 Euro normal, 7 Euro ermäßigt

Einlass ab 19:30 Uhr