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Sonnenuhren an Münchner Gebäuden – Zeitmesser aus sechs Jahrhunderten

Sonnenuhren an Münchner Gebäuden – Zeitmesser aus sechs Jahrhunderten

Bildpräsentation von Dr.-Ing. Dieter Birmann

Freitag, 12. Juni 2026, 20:00 Uhr
Volkssternwarte München, Gisela-Stein-Str. Ecke Ludwig-Jung-Bogen, 81671 München

Sonnenuhren faszinieren durch die Vielseitigkeit der Gestaltung bei einem einfachen Konstruktionsprinzip. Dazu wurden aus ca. 100 Münchner Sonnenuhren Beispielen von Renaissance, Barock bis zur klassischen Moderne ausgewählt. Erklärt werden die Einordnung, Funktion als Symbol und Zeitnormal für Turmuhren und die unterschiedlichen Zeitangaben.

Der Referent berichtet über 40 Jahre Erfahrungen mit Restaurierungsprojekten u.a. im Münchner Westen, z.B. am Bayerischen Landesamt für Maß und Gewicht. Es gelang ihm, die älteste Sonnenuhr Münchens am spätgotischen Fragment in der Blutenburg anhand eigener Untersuchungen vollständig zeichnerisch zu rekonstruieren.

Zu Münchens jüngster Bartimäus-Sonnen & Monduhr werden die Projektphasen 2025 am Bartimäus-Saal in Lochhausen erläutert. Sie hat mehrere Zeit-Funktionen, sogar die einmalige an einem Münchner Gebäude als Monduhr, stellt Zeitbezüge zum ehemaligen Evang. Gemeindezentrum Bartimäus her und trägt den Spruch Die Sonne Scheint Allen.

Website: sonnenuhren-manufaktur.de
Bildquelle: Dieter Birmann

Bei klarem Himmel danach noch Beobachtung mit den Teleskopen auf der Plattform

 

Die kosmologische Rotverschiebung – historisch und hypothetisch

Die kosmologische Rotverschiebung – historisch und hypothetisch

Vortrag von Boris Lohner (VSW)

Freitag, 22. Mai 2026, 20:00 Uhr
Volkssternwarte München, Gisela-Stein-Str. Ecke Ludwig-Jung-Bogen, 81671 München

Die Beobachtung der Rotverschiebung ferner Galaxien führte zur Erkenntnis, daß das Universum expandiert.
Kurioserweise stellte sich diese Expansion als die Ursache der Rotverschiebung heraus, so daß die ursprüngliche Deutung als Doppler-Effekt als Fehlinterpretation bezeichnet werden muß – eine Fehlinterpretation die aber die richtige Richtung aufzeigte.

Der Vortrag geht auf die Unterschiede der verschiedenen Rotverschiebungen ein und skizziert in einem nicht ganz erst gemeinten zweiten Teil eine alternative Entwicklung, die sich aus einer anderen Interpretation der beobachteten Fakten ergeben würde.

Bei gutem Wetter nach dem Vortrag gehen wir hoch auf die Plattform zur Beobachtung an den Teleskopen!

Was der Mensch mal gesehen haben sollte

Was der Mensch mal gesehen haben sollte

Vortrag von Martin Elsässer (VSW)

Freitag, 17. April 2026, 20:00 Uhr
Volkssternwarte München, Gisela-Stein-Str. Ecke Ludwig-Jung-Bogen, 81671 München

Am Himmel gibt es eine Vielzahl von sichtbaren Phänomenen und Objekten der Astronomie und ihrer Grenzbereiche zu sehen: Irdisches wie Sonnenhalos, Nahes wie der Mond und unsere Planeten, Fernes wie Sternhaufen und Galaxien. Im Vortrag gehen wir auf die verschiedenen Arten von einfachen oder spannenden Objekten ein und zeigen auf, was „der Mensch mal gesehen haben sollte“. Wir beschreiben jeweils was es für Technik und Methoden dafür braucht und wann das ggf. wieder sichtbar ist.

Bei gutem Wetter nach dem Vortrag gehen wir hoch auf die Plattform zur Beobachtung an den Teleskopen!

Bild: Mitglieder der Sternwarte

Überleben auf dem Mars

Überleben auf dem Mars

Vortrag von Prof. Dr. Gisela Detrell (TUM)

Freitag, 24. April 2026, 20:00 Uhr
Volkssternwarte München, Gisela-Stein-Str. Ecke Ludwig-Jung-Bogen, 81671 München

Seit mehr als 24 Jahren leben Menschen ununterbrochen außerhalb unseres Planeten auf der internationalen Raumstation. In den kommenden Jahren werden wir erleben, wie Menschen zum Mond zurückkehren. Aber können wir noch weiter gehen? Um eines Tages auf dem Mars leben zu können, brauchen wir ein Lebenserhaltungssystem, das in der Lage ist, alle Ressourcen, die wir zum Überleben brauchen, nachhaltig bereitzustellen: Sauerstoff, Wasser und Nahrung. Wie wird dies heute auf der Internationalen Raumstation bewerkstelligt? Können wir die gleichen Technologien für weitere und längere Missionen nutzen? Woran wird derzeit geforscht und was können wir für die Zukunft erwarten?

Bei klarem Himmel danach noch Beobachtung mit den Teleskopen auf der Plattform

 

Der Frühlingshimmel 2026

Der Frühlingshimmel 2026

Vortrag von Bernhard Buchner (Leiter der Volkssternwarte München)
Freitag, 20. März 2026, 20:00 Uhr
Volkssternwarte München, Gisela-Stein-Str. Ecke Ludwig-Jung-Bogen, 81671 München

Am heutigen Tag erreicht die Erdbahn die Position der Tag- und Nachtgleiche – den sogenannten Frühjahrspunkt. Die vertrauten Wintersternbilder gehen im Laufe der Nacht im Südwesten unter und die Frühlingssternbilder stehen schon am Abendhimmel im Südosten.
Kommen Sie mit auf eine Entdeckungstour am abendlichen Himmel: Wo finde ich Venus und Jupiter am Himmel, welche Deep-Sky-Objekte lassen sich mit Fernglas und Teleskop entdecken. Welche weiteren kosmischen Ereignissen stehen im Frühjahr an.

Bei gutem Wetter nach dem Vortrag gehen wir hoch auf die Plattform zur Beobachtung an den Teleskopen!

Bild: Stellarium

Eintritt: 10 / 7 Euro. Ticketbuchung vorab erforderlich. Begrenzte Platzzahl.

Auf dem Weg zum Mond

Auf dem Weg zum Mond

Vortrag von Dr. Thomas Uhlig (DLR)

Freitag, 6. März 2026, 20:00 Uhr
Volkssternwarte München, Gisela-Stein-Str. Ecke Ludwig-Jung-Bogen, 81671 München

Schon in diesem Jahr – vielleicht zeitgleich mit diesem Vortrag – werden erstmals im neuen Jahrtausend wieder Menschen das Schwerefeld der Erde verlassen und in die unmittelbare Nähe des Mondes kommen. Das Artemis-Programm sieht in den kommenden Jahren auch wieder eine Landung auf unserem nächsten Nachbar im All vor sowie – und das war noch nie da: eine Raumstation, die den Mond permanent umkreisen soll und die als Sprungbrett auf seine Oberfläche, aber vielleicht auch weiter hinaus ins All dienen soll. Hierfür kommen gerade aus Deutschland essentielle Beiträge: In Bremen wird das Service-Modul für die Orion-Kapsel gebaut, in Köln die LUNA Analog Facility betrieben und in Oberpfaffenhofen das Human Exploration Control Center (HECC) etabliert. Es ist spannend, hier einmal hinter die Kulissen zu schauen.

Bei gutem Wetter nach dem Vortrag gehen wir hoch auf die Plattform zur Beobachtung an den Teleskopen!

Bild: DLR

Von Gaswolken und Filamenten zu Sternen und Planeten

Von Gaswolken und Filamenten zu Sternen und Planeten

Vortrag von Dr. Stefan Heigl (LMU)

Freitag, 27. Februar 2026, 20:00 Uhr
Volkssternwarte München, Gisela-Stein-Str. Ecke Ludwig-Jung-Bogen, 81671 München

Das interstellare Medium – die Materie zwischen den Sternen unserer Galaxie – unterliegt einem kontinuierlichen Wandel. Diffuses, heißes atomares Gas kühlt ab und kondensiert zu dichteren Regionen aus molekularem Gas und Staub, den sogenannten Molekülwolken. Unter dem Einfluss von Gravitation, Turbulenz und externen Störungen können Teile dieser Wolken kollabieren und sich weiter verdichten. Erreicht das Gas in bestimmten Bereichen eine hinreichend hohe Dichte, setzt die Sternentstehung ein. Dabei bildet sich um den jungen Stern eine Scheibe, aus der sich später Planetensysteme entwickeln können. Im Verlauf des Sternenlebens wird das Material durch stellare Winde, Strahlung und schließlich durch Supernova-Explosionen wieder an das umgebende Medium zurückgegeben, wodurch der Kreislauf erneut beginnt.

Sternentstehung ist somit kein isolierter Prozess, sondern wird maßgeblich durch ihre Umgebung beeinflusst. Beobachtungen zeigen, dass Sterne bevorzugt in langgestreckten Strukturen aus dichtem Gas entstehen, den sogenannten Filamenten. Darüber hinaus liefern jüngste Beobachtungen Hinweise darauf, dass junge Protosterne Masse direkt aus ihrer filamentaren Umgebung akkretieren. Dies wirft die Frage auf, in welchem Maß diese Akkretion den Kollaps des Gases beeinflusst. Könnte die großräumige Umgebung sogar eine entscheidende Rolle bei der Entstehung von Planetensystemen spielen?

Bei gutem Wetter nach dem Vortrag gehen wir hoch auf die Plattform zur Beobachtung an den Teleskopen!

Bild: NSF/NRAO/S. Dagnello

 

Ad Astra – Vom „Pale Blue Dot“ zu den Sternen

Ad Astra – Vom „Pale Blue Dot“ zu den Sternen

Vortrag zu Carl Sagans „Pale Blue Dot“ und der Zukunft der Menschheit im All

von Jana Steuer M.Sc. (Volkssternwarte München)

Freitag, 13. Februar 2026, 20:00 Uhr
Volkssternwarte München, Gisela-Stein-Str. Ecke Ludwig-Jung-Bogen, 81671 München

Am 14. Februar 1990 nahm die Raumsonde Voyager 1 auf Initiative von Carl Sagan das berühmte Bild von der Erde als kleinem bläulichem Staubkorn mitten im Schwarz des Weltalls auf: die Erde — ein „Pale Blue Dot“. Alles, was wir Menschen für groß und bedeutsam halten, Kriege, Liebe, Lust und Not, nimmt aus ein paar Lichtstunden Entfernung nicht mal mehr ein Foto-Pixel ein, ein Punkt in dem weiten Nichts aus dunkler Kälte.
Wie haben wir es geschafft, von diesem kleinen Staubkorn aus das Sonnensystem zu bereisen? Werden wir jemals eine interstellare Spezies werden? Können die Bewohner dieses kleinen Staubkorns im großen Nichts ihre eigenen Unzulänglichkeiten und Streitigkeiten überwinden und eine Rolle spielen im galaktischen Kontext?
Ganz egal wohin uns die Zukunft führt: wir werden uns immer wieder umdrehen und den „Pale Blue Dot“ am Himmel suchen, das einzige Zuhause, das wir kennen.

Bei klarem Himmel danach noch Beobachtung mit den Teleskopen auf der Plattform.

Quelle: NASA

Die Macht des Mondes

Die Macht des Mondes

Vortrag von Prof. Thomas W. Kraupe

Freitag, 30. Januar 2026, 20:00 Uhr
Volkssternwarte München, Gisela-Stein-Str. Ecke Ludwig-Jung-Bogen, 81671 München

Dem Zauber des Mondlichtes kann man sich kaum entziehen. Insbesondere dem Vollmond werden allerlei geheimnisvolle Kräfte und Auswirkungen auf das irdische Leben angedichtet.
Welche Macht besitzt der Mond wirklich? Was wissen wir heute über seine Kräfte auf die Erde? Auf den Spuren der Apollo-Astronauten und mit Blick auf die kommenden Artemis-Missionen erforschen wir einsame Mondlandschaften und ergründen die erstaunliche Geschichte unseres Erdtrabanten.

Bei gutem Wetter nach dem Vortrag gehen wir hoch auf die Plattform zur Beobachtung an den Teleskopen!

Bild: Bernhard Buchner (VSW)

Jupiter – Der Königsplanet im Fokus

Die Satellitenmission PLATO – Die Suche nach erdähnlichen Planeten

Vortrag von Prof. Dr. Heike Rauer (DLR)

–> Alternatives Thema: Jupiter, Der Königsplanet im Fokus von Wolfgang Planding

Freitag, 9. Januar 2026, 20:00 Uhr
Volkssternwarte München, Gisela-Stein-Str. Ecke Ludwig-Jung-Bogen, 81671 München

Der größte Planet unseres Sonnensystems fasziniert durch seine aktive Atmosphäre. Wolkenbänder, Spots bis hin zum Großen Roten Fleck lassen sich im Fernrohr gut erkennen.

Der Vortrag erklärt diese Phänomene bis hin zu den Jupitermonden, die als Quelle für mögliches Leben dienen.

Bei gutem Wetter nach dem Vortrag gehen wir hoch auf die Plattform zur Beobachtung an den Teleskopen!

Bildquelle: NASA Hubble